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Sportbetonte Schulen

Im Freistaat existiert ein flächendeckendes Netz Sportbetonter Schulen, sowohl in den Winter- als auch in den Sommersportarten. Dabei handelt es sich um zwölf Sportbetonte Schulen: sechs Gymnasien mit vertiefter sportlicher Ausbildung, die mit je einer Oberschule mit vertiefter sportlicher Ausbildung kooperieren. Der Anspruch der Schulen besteht darin, die Inhalte der leistungssportlichen Ausbildung und die Organisation der schulischen Abläufe konsequent auf eine systematische Talentförderung abzustimmen. Die Schulen sind für diese Aufgaben gut gerüstet. Sie nutzen vielfältige Möglichkeiten, um die strukturell-organisatorischen Rahmenbedingungen der schulischen Anforderungen mit der Trainings- und Wettkampfbelastung der Schüler in Einklang zu bringen. Gute Nachwuchsleistungssportler haben auf der Grundlage der Schulordnungen die Möglichkeit der Schulzeitdehnung und werden damit entlastet.

Seit dem Schuljahr 2015/2016 wird in Dresden der bundesweit einmalige Schulversuch „Gestreckte Fachoberschule für Leistungssportler“ am Beruflichen Schulzentrum für Technik „Gustav Anton Zeuner“ durchgeführt. Er bietet Absolventinnen und Absolventen mit sportfachlicher Empfehlung des Olympiastützpunktes optimale Rahmenbedingungen, um ihr sportliches Talent zu fördern und die Fachhochschulreife zu erreichen.

Der Grundstein für sportliche Erfolge wird nicht erst in der Oberschule oder im Gymnasium gelegt. Gerade in technisch-akrobatischen Sportarten und Sportarten mit frühem Hochleistungsalter trainieren junge Talente bereits im Kindergarten und Grundschulalter. An den Standorten der Oberschulen und Gymnasien mit vertiefter sportlicher Ausbildung können daher im Einvernehmen mit der Schulaufsichtsbehörde Sportklassen an ausgewählten Grundschulen eingerichtet werden.

Die Ausbildung an der Fachoberschule wird am Beruflichen Schulzentrum "Gustav Anton Zeuner" Dresden von regulär zwei Jahren auf drei Jahre gestreckt. So haben die Athletinnen und Athleten in der zwölften Klasse nur eine halbierte Schulstundenzahl und damit mehr Freiraum für den Sport. Das ist eine erhebliche Erleichterung vor allem in Hinblick auf die zeitlichen Belastungen durch das Training. Für einen gelingenden Start ins Berufsleben können die Sportlerinnen und Sportler nach ihrer Sportkarriere auf eine optimale schulische Ausbildung zurückgreifen. Der erfolgreiche Abschluss der Fachoberschule berechtigt zum Studium an Fachhochschulen und Berufsakademien und ebnet den Weg in eine duale Ausbildung. Der Schulversuch wurde vom ehemaligen Olympiastützpunkt Chemnitz/Dresden initiiert. Er wird durch das Sächsische Kultusministerium unterstützt und von der Universität Leipzig wissenschaftlich begleitet.    

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